Die Geschichte des Kirchdorfer Zementwerks beginnt gewissermaßen bereits zehn Jahre vor der eigentlichen Gründung.

Nachdem im Jahre 1878 die “Kremsthalbahngesellschaft” gegründet worden war, erweiterten die beiden Gründer Emil von Dierzer und Adolf Hofmann in Ihren Funktionen als Präsident und Vizepräsident auf Drängen der Kirchdorfer Bevölkerung die Bahnlinie von Linz über Kremsmünster bis nach Obermicheldorf.

Dadurch ergab sich für Dierzer und Hofmann die Möglichkeit einer gewinnbringenden Synergie. Die Mergel-, Kalk- und Tonvorkommen rund um Kirchdorf wurden fortan abgebaut und im neu gegründeten “Portland-Cementwerk Kirchdorf Hofmann & Comp.” verwertet.

1888 erfolgte also mit einem bescheidenen Produktionsvolumen – gestützt auf den Kalkmergelabbau im “Scherleitensteinbruch” unweit von Kirchdorf – die Betriebsaufnahme des Zementwerkes in Kirchdorf. Dennoch belieferte das Werk schon damals Baustellen in Wien und Salzburg. Und zwar in einer Qualität, die den Produkten der Konkurrenz zumindest ebenbürtig – wenn nicht sogar überlegen – war.

Was 1888 von Adolf Hofmann und Emil v. Dierzer initiiert wurde, entwickelte sich fast hundert Jahre später unter Dierzers Urenkel Max I. Machanek zu einer dynamischen Unternehmensgruppe.