Reduktion von fossilen Brennstoffen

Das Kirchdorfer Zementwerk bemüht sich seit Jahren um eine besondere Berücksichtigung des Umweltschutzes im Produktionsprozess.

Durch vermehrten Einsatz von Ersatzbrennstoffen konnte schon in den vergangenen Jahren ein erheblicher Anteil an fossilen Brennstoffen eingespart werden und somit wurde auch die CO2-Emission deutlich reduziert.

Die eingesetzte Ersatzbrennstoffpalette reicht von rein biogenen Materialien wie Tiermehl, Klärschlamm und Holzstaub über gemischte biogen-fossile Materialien wie mechanisch aufbereitete Kunststoffe bis zu Reifenschnitzel. Für die Lagerung der Ersatzbrennstoffe wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Kapazitäten neu errichtet. So werden die biogenen und biogen-fossilen Materialien sowie die mechanisch aufbereiteten Kunststoffe in 3 verschiedenen Ersatzbrennstoffsilos mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 1.758 m³ gelagert.

Diese Silos befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbrenner, da sie aufgrund ihres hohen Heizwertes für die Primärenergieversorgung zum Einsatz gelangen. Für die Lagerung der Reifenschnitzel wurde 2006 ein neuer Bunker mit einem Fassungsvermögen von 120 m³ in der Nähe des Wärmetauschers errichtet. Von dort gelangen die Reifenschnitzel mittels Förderband als Sekundärbrennstoff in den Brennprozess.

Im Jahr 2006 konnte in einem mehrtägig angesetzten Versuch eine Rate von 60% Ersatzbrennstoff bei 1000 Tagestonnen Klinker erreicht werden. Im Dauerbetrieb wird die Anlage mit einer durchschnittlich 50%-igen EBS-Rate bei einer Klinkerleistung von 1000 Tagestonnen betrieben.