50. KIZ Konzert am 23. September 2013

Beitrag veröffentlicht am 23.10.2013

Nach 12 Jahren, 50 Konzerten mit zahlreichen Highlights und ca. 9.000 Besuchern zieht Kultur im Zementwerk eine vorläufige Bilanz

Passend zum Jubiläum „125 Jahre Kirchdorfer Gruppe“, das Ende August mit einem Galaabend, Mitarbeiterfeiern in Kirchdorf, Wöllersdorf und Krumau sowie einem Tag der offenen Tür im Kirchdorfer Zementwerk gebührend gefeiert wurde, schloss sich am 23. September im Gefolgschaftsraum des Kirchdorfer Zementwerks ein weiteres Jubiläum an: Die 50. KIZ-Veranstaltung.

Ein Stern am Kulturhimmel des oberen Kremstales geht auf

Weil „ein Zementwerk nun einmal keine Schokoladenfabrik ist“, wie das der langjährige Geschäftsführer Max Machanek gern auszudrücken pflegte, war das Kirchdorfer Zementwerk seit seiner Gründung darum bemüht, für die Unannehmlichkeiten, die der Betrieb des Zementwerkes zuweilen mit sich bringt, der Bevölkerung etwas zurück zu geben. So entstand im Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt Kirchdorf die Idee, dem Zementwerk neben der industriellen Seite auch eine kulturelle zu verleihen. „Ich kann mich noch sehr gut an das 1. KIZ-Konzert erinnern“ resümiert Christine Hageneder, die seit dem Start der KIZ-Veranstaltungen für die Umsetzung der Konzerte im Werk verantwortlich ist. „Es war der 18. Juni 2001 und Broadlahn waren als Musiker engagiert. Natürlich waren wir sehr aufgeregt, wir hatten ja noch keine Erfahrung auf diesem Gebiet, wussten nicht, ob unser Angebot angenommen wird oder ob wir mit der Band, die urbane Volksmusik und jazzige Landler versprach, die richtige Wahl getroffen hatten.“

Die Erfolgsgeschichte nimmt ihren Lauf

Genau diese Mischung war es aber, die das Publikum hören wollte. KIZ war vom Start weg erfolgreich und nahezu immer ausverkauft. Oftmals reichte der Gefolgschaftsraum, in dem tagsüber die Mitarbeiter des Zementwerks zu Mittag essen und Firmenfeiern abgehalten werden, nicht aus, um alle Interessierten aufzunehmen. Dennoch hielt man am Konzept fest, den kleinen, feinen Hörgenuss in diesem besonderen Ambiente maximal 200 Genießern anzubieten und ein ausverkauftes Haus zu haben.

Highlights und Stammgäste

Was mit dem Versuch, eine kulturelle Veranstaltung im nicht alltäglichen Ambiente zu veranstalten, begann, hat sich in den letzten 12 Jahren zu einem fixen Bestandteil in der Kirchdorfer Kulturlandschaft etabliert. Vier Konzerte pro Jahr werden angeboten und die Termine sind bereits beim Frühlingskonzert bekannt. Es gab und gibt immer nur ein Kriterium: gute Musik und hervorragende Musiker. So spannt sich der Bogen der bisher aufgetretenen Künstler von Oskar Klein über die Rounder Girls bis zu den Neuwirth Extremschrammeln. Global Kryner waren ebenso Gäste wie 4Xang oder der Holstuonarmusigbigbandclub, um nur einige Highlights zu nennen.

„Die meisten Besucher sind Stammgäste geworden, die sich auf jedes Konzert freuen, wie mir immer wieder versichert wird“ sagt Frau Hageneder.

Besonderes Highlight für das 50. Jubiläum

Sieben Musiker der Wiener Philharmoniker, unter der Leitung des Solotrompeters Professor Hans Peter Schuh ließen das KIZ-Jubiläumskonzert in gebührender Art und Weise zu einem musikalischen Höhepunkt steigen. Eröffnet wurde mit einem Prelude des französischen Komponisten M. A. Charpentier, mit Werken von Bach, Mozart und Haydn wurde Bekanntes in selten zu erlebender Klangpracht geboten. Nach der Pause wartete das Ensemble mit der Uraufführung der „Serenata Española“ von Franz Zebinger auf und wendete sich alsdann mit Monika Rebholz´ brillantem Sopran dem Operetten-Lied zu; Finale: ein beschwingter Tanz! Die 200 Zuhörer brachten ihre Begeisterung mit stehenden Ovationen zum Ausdruck.

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KIZ zeigt auch außergewöhnliche, aber immer virtuose Gruppen wie zB die Vizeweltmeister auf der Mundharmonika, das Mundharmonika Quartett Austria.

 

 Der Holstuonarmusigbigbandclub sorgte 2012 für einen wahren Besucheransturm.

 

Ein voller Gefolgschaftsraum und zufriedene Stammgäste sind der Lohn für viel Arbeit im Hintergrund, abseits vom Zementgeschäft.